Wir, die Lesemäuse …

Also, – wir sind zwei Lesemäuse. Nein, eigentlich nicht. So ist das keinesfalls richtig definiert. Eindeutig besteht unser Duo aus einer „Lesemaus“, die schon seit frühester Kindheit massenhaft Romane, insbesondere Thriller, in sich hinein zieht. Wohlbemerkt, – aus reiner Leidenschaft am Lesen. Das ist meine Freundin. Sie heißt Bettina, Baujahr 1984, geborene Berlinerin wie ich. Wer nun den kleinen Hinweis „geborene“ zwischen den Zeilen deutet, hat es richtig erkannt: Beide wohnen wir nicht mehr in Berlin, aber zusammen in einer Wohnung in einem anderen Bundesland. Aber warum kann man mich nicht auch als „Lesemaus“ umschreiben?

Weil ich niemals so viel an Literaturstoff wie Bettina lesen kann. Und das einfach deshalb, da ich viel langsamer und genauer lesen muss. Mein Lesen dient der Korrektur und dem Lektorieren, zeitweise ein wahrlich mühseliges Unterfangen. Gerade die Manuskripte sogenannter Erstautoren/innen sind oft nicht ganz einfach auf Vordermann oder -frau zu bringen. Aber gerade die sind es, die ich bevorzugt bearbeite. Man glaubt es nämlich kaum, in jenen stecken oft die besten und unglaubigsten Ideen, denen es manchmal nur an nicht optimal umgesetzten Szenen mangelt. Schön, dass Bettina dann auf meine Anregung hin die Story nachliest und oft tolle Vorschläge einbringt. Diese versuche ich dann im Geschehen der Story zu verknüpfen. Und wenn es bei mir schon beim Korrekturlesen im Bauch kribbelt, dann werde ich auch zur „Lesemaus“ und verschlinge das Werk vorab wie eine leckere Mahlzeit!

Ich habe mich natürlich selbst hinterfragt, warum ich mich für ein Lektorat nicht hauptberuflich engagiere? Die Antwort ist einfach: Meine Leidenschaft ist untrennbar mit der medialen Wissenschaft verbunden, das macht mir am meisten Spaß. Nur dort liegt meine berufliche Heimat. Ähnlich wie das auch bei Bettina ist, die als Journalistin ebenfalls im Bereich der Medien agiert.

Deshalb verbleibt mir nicht sehr viel Freizeit, so erwische ich mich immer häufiger bei fragwürdigen Entscheidungen, z.B. nur Manuskripte zu lektorieren, die mir von der Story her gefallen. Das mag manchem sonderlich erscheinen, was ich verstehen kann und bestätigen muss. Auf der anderen Seite glaube ich schon, dass mich Autoren hierbei verstehen, wenn ich nicht jedes Werk zur Bearbeitung annehme. Häufig habe ich aber auch keine Zeit, denn ich habe auch Lehramtsaufgaben.

Also, solltet ihr Interesse haben, fragt erst unverbindlich per Mail nach, ab wann oder ob ich zeitlich überhaupt zur Verfügung stehe. Dabei gebt aber bitte den Umfang des Manuskripts an. Dabei genügt mir in der Regel eine Angabe über die Menge der Seiten, wobei ich eine Normseite mit circa 1650 Zeichen inkl. Leerzeichen ansehe. Sollte das Skript in Word ® vorliegen, könnt ihr mir auch die angezeigte Anzahl der Wörter oder Zeichen mitteilen.  Schön wäre es auch, wenn ihr schon über einen Klappentext verfügt und eine Kopie beilegt. Obwohl ich die Arbeiten für Korrektorat + Lektorat getrennt vornehme, kalkuliere ich beide Leistungen zusammen und unterbreite euch auf dieser Basis ein faires Angebot nebst Terminangabe der Fertigstellung.

Zum Schluss noch folgender Hinweis: Ich korrigiere keine Fachbücher und auch keine Studienarbeiten, sondern nur Werke der Unterhaltungsliteratur.

janine    Tschüs, Eure Janine